Es folgt ein Auszug aus der Broschüre “Endometriose – Universitäts-Endometriosezentrum Franken – Klinisch-wissenschaftliches Endometriosezentrum (Stufe III)”
Ernährung
Ob Ernährung einen Einfluss auf die Entstehung einer Endometriose hat, ist nicht eindeutig zu klären. Einige Wissenschaftler haben sich mit dem Einfluss bestimmter Lebensmittel auf die Entwicklung der Endometriose beschäftigt.
Vermehrter Konsum von grünem Gemüse und frischen Früchten senkt das Risiko, an Endometriose zu erkranken. Umgekehrt steigt das Erkrankungsrisiko bei vermehrtem Konsum von rotem Fleisch.
Kein Zusammenhang konnte zwischen der Erkrankung Endometriose und dem Genuss von Milch, Käse, Fisch, Alkohol oder Kaffee gesehen werden.
Die Autoren stellten fest, der Verzicht auf bzw. der übermäßige Konsum von gewisse/-n Lebensmittel/-n sei so schwer zu untersuchen, dass letztlich dringend weitere Studien zum Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem Auftreten der Erkrankung Endometriose notwendig sind.
Insgesamt raten wir Ihnen zu einer ausgewogenen Ernährung.
Folgende Übersicht soll Ihnen dabei helfen:
Greifen Sie zu
- frisches Gemüse (Brokkoli, Spinat, Kartoffeln, Kohl, Tomaten)
- frische Früchte (Beeren, Orangen, Grapefruit, Bananen)
- weißes Fleisch (Hühnerfleisch, Putenfleisch, Fisch, Schalentiere)
- Sojaprodukte (Sojamehl, Sojasprossen, Sojabohnen, Tofu)
- Vollkornprodukte
- Samen- und Körnerprodukte (Sesam, Leinsamen, Sonnenblumen, Kürbis, Nüsse)
- magnesiumhaltige Nahrungsmittel (Reis, Mais, Haferflocken, Weizenkeime)
- kalt gepresste Öle (vor allem „extra vergine“)
Meiden Sie
- zuckerhaltige Getränke (Energydrinks, Limonaden, Cola, Bier, Weißwein)
- rotes Fleisch (Rind, Schwein, Schaf, Wild)
- bestimmte Milchprodukte wie Hartkäse
- Salz
- Süßigkeiten/Süßspeisen (Schokolade, Kakao, Zucker allgemein)
- tierische Fette (Butter, Schmalz)
Ernährungsempfehlung Endometriose (mit freundlicher Genehmigung von Prof. René Wenzl, Wien)
